Die Frucht des Glaubens

Die Frucht des Glaubens

oder
Wie ändere ich mein Verhalten?

 

 Entweder macht den Baum gut, dann ist seine Frucht gut, oder macht den Baum faul, dann ist seine Frucht faul; denn an der Frucht wird der Baum erkannt.Matthäus 12, 33

Wir lernen und wachsen in der herrlichen Realität des Neuen Bundes. Dieser Bund ist nicht “benimmorientiert”, sondern “glaubensorientiert”. Anders ausgedrückt: Wir schneiden nicht an Blättern und der Frucht des Baumes rum, sondern kümmern uns um die Nährstoffe, die der Baum bekommen soll. Was du glaubst, bestimmt dein Handeln. Immer! Und egal, ob dein Handeln positiv oder negativ ist. Handelst du nicht im Einklang mit Liebe (Agape), glaubst du eine Lüge. Wollen wir unser Handeln ändern, müssen wir also ändern, was wir glauben. Göttlicher Glaube führt generell in Freiheit, da die Wahrheit immer frei macht.

Wenn wir also unser Denken erneuern (Ja, das ist das Einzige, was wir noch tun können. Gott manipuliert nicht unser Denken. Er bietet uns nur an, es zu erneuern durch Seine Wahrheit.), dann ist es das, was Jesus “macht den Baum gut”nennt. Der Fokus ist nicht Frucht. Die kommt alleine, wenn der Baum gut ist. Der Fokus ist “Was glaubst du?”.

Wenn du Mist gebaut hast, weil du eine schlechte Entscheidung getroffen hast, dann kehr um (ändere dein Denken hin zu göttlicher Realität in diesem Bereich). Was ist die Lüge? Wo hat der Feind dir Mangel verkauft und das du noch etwas brauchst, was du dir nur sleber außerhalb von Gott nehmen kannst? Dann erkläre die Wahrheit über diese Situation.

 

Beispiel: ÄRGER! Grrrrrrrr!!!

Ärger kommt meist dann auf, wenn man Situationen nicht unter Kontrolle hat, sie anders sind als erwartet, oder einfach nicht funktioniert haben. Durch Ärger will man sich stärker fühlen als die Ohnmacht der offensichtlichen Handlungsunfähigkeit. Ärger möchte als Mittel dienen, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen. Und bewirkt das Gegenteil. Hier haben wir auch schon eine Lüge: “Ich habe die Kontrolle”. Nun, Liebe lässt los… Also muss Ärger weg. Man könnte jetzt versuchen “nicht ärgerlich zu werden”. Das ist eine noble Sache, doch wird es nur eingeschränkt funktionieren, je nachdem wie stark deine Willenskraft ist.

Besser: Den Baum erkennen. Du bist eine neue Schöpfung in Christus, gekleidet in Kleider der Geduld, Liebe und Güte. Du bist nicht ärgerlich. Das entspricht nicht deiner Natur in Christus. Gott hat die Kontrolle und du brauchst sie nicht mehr haben.

Man könnte es so oder so ähnlich machen: “Ich trenne mich von der Übereinstimmung mit Ärger. Tut mir wirklich leid, Jesus. Ich stimme mit dir überein! Ich lege Ärger ab! Du sagst ich bin eine neue Schöpfung in dir und voller Liebe und Geduld. Ich bin gerecht und heilig. Ich trage deinen Namen und damit dein Wesen. Durch deine Gnade bin ich frei von Kontrolle. Ich lasse die Situation (den Ehepartner, die Kinder, die schlechte Nachricht, den Stress… fülle du die Lücke aus) los und übergebe dir die Kontrolle. Du sorgst für mich und ich bin sicher bei dir.”

Wenn andere dir weh getan haben, dann vergib ihnen. Auch da hilft Ärger (der dann meist Rache will) nichts. Ärger macht nur krank, müde und raubt dir göttliches Wohlgefühl. Dort brauchst du nicht mehr leben! Bekenne so lange die Realität in Christus, bis du merkst: Die Frucht ändert sich! Und eins kann ich dir sagen, sie wird sich ändern. Gott ist kein Mensch, das er lügt!

 

Auf Geist säen

Was hast du gerade gemacht? Du hast “auf Geist gesät” und erntest dadurch Leben vom Geist. Mit Augen des Glaubens hast du unsichtbare Realitäten über deinem Leben bekannt. “Bekennen” bedeutet “dasselbe sagen”. Du hast also dasselbe über deinem Leben gesagt, was Gott über deinem Leben sagt. Dies manifestiert sich dann im Sichtbaren, nämlich als Frucht. So ein Leben heißt “Glaubensleben”. Der Gerechte wird aus Glauben leben.

Wenn du statt dessen selber versuchst an der Frucht zu basteln, säst du auf Fleisch (eigene Kraft, Bemühung ohne Gott) und erntest Verderben, nämlich noch mehr Werke des Fleisches. Ein Teufelskreis! Nur die Wahrheit in der Gnade Gottes holt dich da raus! Nicht umsonst heißt es “Frucht des Geistes”. Eine Frucht wächst aus dem Saatkorn und der Bewässerung der Saat. Im Geist ist diese Frucht in jedem Christen angelegt. Schaust du drauf (“Sinnt auf das was droben ist…” Kolosser 3, 2), manifestiert sie sich, unter anderem als Geduld, Freundlichkeit, Sanftmut und Enthaltsamkeit.

Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.Galater 6, 8

Der Neue Bund ist “glaubensorientiert”. Was glaubst du? Überall in deinem Leben, wo Gebundenheit, Freudlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Sünde usw. zu finden sind, darfst du den Heiligen Geist bitten, dir zu zeigen welche Lüge du glaubst und was die Wahrheit statt dessen ist. Dann trenn dich von der Lüge und mache dich eins mit der Wahrheit, bis die Frucht offensichtlich wird. Diese Erneuerung des Denkens nennt sich “Buße tun” und kann manchmal auch etwas dauern, da es ja auch wachsen muss. Das ist die Grundlage eines neutestamentlichen Glaubenden, um Transformation in seinem Leben zu erfahren.

Welch köstliche gute Nachricht! Nicht mehr die Lüge der Selbstverbesserung (“auf Fleisch säen”)! Sondern das Erkennen des Gnadengeschenkes unseres Vaters in Christus (“im Geist wandeln“). Wie wunderbar! Danke Jesus! Würdig bist du aller Anbetung für alle Ewigkeit!

– Conrad Gille