Dienst der Versöhnung

Dienst der Versöhnung

Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.
So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!
2. Korinther 5, 18- 20

 

Gott hat uns in Christus umarmt. Nimm es persönlich: ER hat DICH umarmt. Von Ihm aus floss Vergebung und Versöhnung zu dir breits lange bevor du das Licht dieser Welt erblickt hast. Er ist nicht sauer, frustriert, fordernd, bereit dich zu strafen. Nein. Er hat Frieden über dich, weil Jesus Christus alles bezahlt hat. Für dich. Ohne Gegenleistung. Einfach so, weil ER DICH liebt und als wertvoll erachtet. Was für eine gute Nachricht!

Nur dann, wenn das in uns eine Realität geworden ist, können wir tatsächlich Botschafter dieser Botschaft sein. Zuerst werden wir es, damit wir die Realität der Botschaft nicht nur theoretisch (oder theologisch) weitergeben können, sondern erfahren haben und leben. Wir sind die Botschaft! Wir leben Beziehung mit Gott ohne Angst.

Gott hat die Welt umarmt. Nun hat die Welt eine Chance im Glauben diese Umarmung zu erwiedern und das Geschenk der Erlösung anzunehmen. Wie bekommt sie diese Chance? Lies noch mal den Bibeltext oben. Indem wir die Welt umarmen. In dem wir ihnen die Übertretungen nicht zurechnen. In dem wir ihnen vergeben. In dem wir sie bedingungslos lieben. So hat es Gott in Christus gemacht. Als Seine Gesandten und Repräsentanten, wie sollten wir es anders machen?

Gott hat durch Seine Umarmung nicht im Versagen und den Sünden der Welt (oder dem Geist dieser Welt) mitgemischt. In Seiner Umarmung hat er ihre Werke nicht für gut erklärt. Sünde ist schlecht und bleibt es auch. Sondern Er hat ihren (deinen und meinen) wahren Wert deutlich gemacht! Er gab dem globalen Waisenhaus den Vater zurück, den sie lange Zeit vorher von sich gestoßen hatten. Versöhnung mit Gott! Das Vaterhaus steht offen. Die verlorenen Kinder können nach hause kommen.

“Liebt, wie ich Euch geliebt habe.” Bedingungslos und klar. Ohne Erwartung, aber deutlich in Konsequenz. Mit voller Hingabe. Und… mit Hoffnung auf eine Reaktion dieser Liebe.

Auch im 5. Jahr in Folge verstehen viele nicht, warum wir an Karneval das Evangliumsfest machen. Warum verkleiden wir uns mit Jesus-Kostümen und springen mitten rein? Ist das nicht heidnisch? Macht das nicht Jesus lächerlich? Darf man das als Christ? Muss man nicht “Buße predigen” und den Menschen klar sagen, was sie falsch machen?

Der Karneval hat hinter dem bunten Treiben ein unschönes Gesicht. Alkoholleichen, Komasaufen, Teenagerschwangerschaften mit hoher Abtreibungsrate, zerbrochene Herzen, Ehebruch, zerstörte Familien, allgemeine sexuelle Perversion… Doch Gott liebt jeden einzelnen Menschen. Und wir ändern nichts, wenn wir mit dem Finger drauf zeigen und ihnen mit der Hölle drohen. Wer von uns hat so Jesus kennen gelernt? Nein, sondern in dem sie das erleben, was sie nicht kennen: Bedingungslose Liebe. Den Karnevalisten ein Karnevalist. Nein, wir trinken nicht mit (haben was Besseres zu trinken: neuen Wein). Rein und heilig wie Jesus gehen wir mitten rein und zeigen ihnen eine andere Realität. So wie Jesus es uns gezeigt hat. Er hat uns zuerst umarmt. Und in dieser Gnade haben wir die Umarmung erwiedert. Und so bitten wir jetzt an Seiner Stelle: Gott hat sich mit Euch durch Christus versöhnt. Er ist für euch! Lasst euch versöhnen mit Gott!

– Conrad Gille