Der Neue Bund der Gnade

Der Neue Bund der Gnade

WARUM EIN ANDERER WEG EINE BELEIDIGUNG IST

Dass Jesus uns den Neuen Bund gebracht hat, ist für die Meisten von uns klar. Doch was das eigentlich heißt, ist dann wieder nicht so klar. Da gibt es so viele Fragen: Ob man den Sabbath halten muss, die jüdischen Feste, die 10 Gebote… Ehrlich gesagt scheint mir, dass da doch ein ziemliches Durcheinander herrscht. Denn ein neuer Bund bedeutet: Ein neuer Bund. Er sollte sich möglichst nicht mit dem alten Bund vermischen, denn er ist ja neu. Doch dazu gleich mehr.

Ab wann startete der Neue Bund?

Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen. – Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat.Hebräer 9, 15- 17

Ganz klar und so wichtig: Der Neue Bund wurde mit dem Tod und der Auferstehung von Jesus Christus aktiv. Nicht vorher. Dies ist auch insofern wichtig, da es uns hilft auch die Reden Jesu in den vier Evangelien als in einer Zeit unter dem Gesetz einzuordnen. Es war eine Phase, in der der Neue Bund eingeläutet wurde, aber noch nicht aktiv war. Lesen wir das Alte Testament, dann lesen wir von einem Schatten, einer Prophetie auf das Neue. Wir lesen von Verheißungen und zukünftigen Dingen (natürlich nicht ausschließlich).

Was war mit dem Alten Bund?

So, der Neue Bund wurde also durch das Blut Jesu aufgerichtet, doch was ist jetzt mit dem Alten Bund, dem Gesetz, gegeben durch Mose?

Indem er von einem “neuen” Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe.Hebräer 8, 13

Der Alte Bund, wie wir bestimmt wissen, wurde durch das Gesetz gegeben. Gott gab es Mose – beginnend mit den zehn Geboten – der es Israel weiter gab. Manche unterscheiden in drei Teile: das Moralgesetz, das Zeremonialgesetz und das Zivilgesetz. Dennoch spricht die Schrift nur vom „Gesetz“. Es musste komplett eingehalten werden, um gesegnet zu sein. Jede Übertretung zog Strafe nach sich.

Dieser Alte Bund war nach Hebräer 8, 13 „dem verschwinden nahe“.

Wann ist er verschwunden? Man würde doch annehmen, wenn es nicht mehr möglich ist, ihn auszuführen. Und genau das passierte 70 nach Christus bei der Zerstörung Jerusalems! Der Tempel wurde, wie von Jesus in Matthäus 24 Vers 1 vorausgesagt, von den Römern zerstört. Kein Stein bliebt auf dem anderen, die Steine wurden sogar weggeschafft und der Boden umgepflügt. Nichts blieb übrig. Das kann man in den Geschichtsbüchern nach lesen.

Seit dem sind keine Schlachtopfer möglich! Das System des Gesetzes funktioniert seitdem nicht mehr. Es ist verschwunden, weil es veraltet war. Es gibt seitdem keinen Alten Bund mehr!

Sinn des Alten Bundes

Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat, so kann es niemals mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich darbringen, die Hinzunahenden für immer vollkommen machen. Denn würde sonst nicht ihre Darbringung aufgehört haben, weil die den Gottesdienst Übenden, einmal gereinigt, kein Sündenbewusstsein mehr gehabt hätten? Doch in jenen Opfern ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden; denn unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken Sünden wegnehmen.Hebräer 10, 1- 4

Das Gesetz war gut und heilig, konnte aber weder Sünden vergeben, noch gerecht machen.

Darum spricht er, als er in die Welt kommt: “Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet; an Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen gefunden. Da sprach ich: Siehe, ich komme – in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, um deinen Willen, Gott, zu tun.” Vorher sagt er: “Schlachtopfer und Opfergaben und Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, auch kein Wohlgefallen daran gefunden” – die doch nach dem Gesetz dargebracht werden -; dann sprach er: “Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun” – er nimmt das Erste weg, um das Zweite aufzurichten.Hebräer 10, 5- 9

Ist es nicht interessant, dass Gott eigentlich nie Opfergaben wollte? Obwohl sie im Gesetz verankert waren und Missachtung unter Strafe stand? Das Herz des Vaters war immer etwas anderes! Hier sehen wir Seinen Willen. Das erste (der Alte Bund) wird weggenommen und der das zweite (der Neue Bund) aufgerichtet.

Doch wozu war denn nun das Gesetz? Ja, wenn man danach lebte, dann war es gut. Die 10 Gebote sind gut. Doch es gab ein Problem. Niemand konnte es leben, weil eine sündige Menschheit (Israel inbegriffen), unter Sünde versklavt, gar nicht in der Lage dazu war! So haben wir schon gelesen, dass mit den Schlachtopfern an die Sünde erinnert wurde, sie aber deshalb noch lange nicht kraftlos oder beseitigt wurde!

Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der offenbart werden sollte. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.Galater 3, 23- 24

Und hier sehen wir den wahren Grund des Gesetzes! Es sollte beweisen, dass wir es nicht schaffen und einen Retter brauchen! Es offenbart Sünde und die Unmöglichkeit der Heilung dieses Problems aus uns selbst heraus. Und so war es ein Schatten, eine Prophetie, ein Zuchtmeister auf Christus hin. Christus erfüllte das Gesetz und alle seine Rechtsbestimmungen für uns. Er wurde das perfekte Opfer! Ich weiß, es sind viele und teilweise längere Schriftstellen und für die ungeübten Leser mag es teilweise überwältigend sein, aber ich möchte, dass wir den Zusammenhang sehen und es ganz klar in der Schrift verankert wissen. Das Alte ist vorbei, etwas Neues hat begonnen. Es ist der Neue Bund der Gnade. Das Gesetz als Möglichkeit des Gottesdienstes ist ein für alle Mal vorbei! Und wir müssen (!) das in aller Klarheit erkennen!

In diesem Willen sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst und bringt oft dieselben Schlachtopfer dar, die niemals Sünden hinwegnehmen können. Dieser aber hat ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich für immer gesetzt zur Rechten Gottes. Fortan wartet er, bis seine Feinde hingelegt sind als Schemel seiner Füße. Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist; denn nachdem er gesagt hat: “Dies ist der Bund, den ich für sie errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr, ich werde meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie auch in ihren Sinn schreiben”; und: “Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.” Wo aber Vergebung dieser Sünden ist, gibt es kein Opfer für Sünde mehr.Hebräer 10, 10- 17

Bedeutung für Gott

Hier wird es jetzt sehr wichtig. Lass uns das Ganze mal klar durchdenken.

Gottes Wille war das Ende des Alten Bundes und der Anfang und Fortbestand des Neuen Bundes. Beides lief nach Jesu Tot und Auferstehung eine Zeit parallel, bis 70 nach Christus das alte System komplett abgeschafft wurde, ja gar nicht mehr möglich ist gelebt zu werden (Und ganz klar, als Jesus davon spricht den Tempel in 3 Tagen wieder aufzubauen, sprach Er von Seinem Tod und Auferstehung und somit von dem neuen Tempel, der Gemeinde! Wir, als an Jesus Christus Glaubende, sind der Tempel des Heiligen Geistes, der letzte Tempel. Es wird keinen weiteren Tempel aus Stein geben, um Opfer bringen zu können! Christus, das Lamm, war das letzte Opfer!).

Es hat Gott alles gekostet, diesen Neuen Bund aufzurichten. Er hat mit Seinem eigenen Blut bezahlt. Gott wurde Mensch, Er wurde Seine Schöpfung, und identifizierte sich mit dem gefallenen Zustand der Welt, obwohl Er nie gesündigt hat. Er wurde wie wir, damit wir werden können, was Er ist. Er zahlte den höchsten Preis!

Nun, hier kommt die Punchline. Wenn wir jetzt, nachdem wir das alles wissen, immer noch versuchen Gott durch den alten Weg zu nahen, ist es wie als ob wir das Opfer Jesu mit Füßen treten! Es ist abscheulich für Gott! Ich wünschte, es gäbe stärkere Worte dafür, weil es so klar gesagt werden muss! Jeder Versuch, Gott durch eigene Kraft, Werke und Gesetz halten zu beeindrucken, sich Ihm zu nahen, oder Sein Wohlgefallen zu bekommen, ist abstoßend für Gott. Ja richtig, es ist abstoßend, eine Beleidigung Gottes, es ist teuflisch und finster. Es ist ein Irrweg, Irrlehre und muss aufgedeckt und beim Namen genannt werden. Es hat Gott alles gekostet Seinen Willen in Form des Neuen Bundes aufzurichten. Wie können wir es wagen, es noch auf dem alten Weg zu versuchen, der vergangen und verschwunden ist?

Im Licht dieser Erkenntnis ist es kein Wunder, welche Namen das Gesetz vom Heiligen Geist Selbst bekommt:

…der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.2. Korinther 3, 6

Der Alte Bund (Buchstabe) tötet!

Wenn aber schon der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit geschah, so dass die Söhne Israels nicht fest in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die doch verging, wie wird nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit bestehen?2. Korinther 3, 7- 8

Hier kommt’s ganz dicke: Der Heilige Geist nennt die 10 Gebote (“Buchstaben in Steine eingegraben”) einen „Dienst des Todes“! Ist nicht meine Idee gewesen, das zu tun… Doch im Licht des Neuen Bundes kann man zu keiner anderen Erkenntnis kommen!

Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit ist, so ist der Dienst der Gerechtigkeit noch viel reicher an Herrlichkeit.2. Korinther 3, 9

Der Alte Bund ist ein „Dienst der Verdammnis“! Was auch sonst? Schaffe es, ihn zu halten, und du bist gesegnet. Schaffst du es nicht, bist du verdammt. Problem: Niemand konnte ihn halten! Der Alte Bund war von deiner Leistung abhängig und die war immer ungenügend. Es konnte gar keinen anderen Ausgang geben als: „Gott, rette mich!!!!!“ Und genau das hat Er getan: Jesus kam.

Denn in dieser Hinsicht ist sogar das Verherrlichte nicht verherrlicht wegen der überragenden Herrlichkeit.2. Korinther 3, 10

Der Alte Bund, der Herrlichkeit hatte, hat im Vergleich zu dem Neuen Bund keine Herrlichkeit mehr. Wow! Wir leben in diesem Neuen Bund.

Denn aufgehoben wird zwar das vorhergehende Gebot seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen- denn das Gesetz hat nichts zur Vollendung gebracht -, eingeführt aber eine bessere Hoffnung, durch die wir uns Gott nahen.Hebräer 7, 18- 19

Hier wird das Gesetz sogar als schwach und nutzlos bezeichnet, was außerdem nichts zur Vollendung gebracht hat.

Es ist aufgehoben! Und nun haben wir eine bessere Hoffnung durch Glauben allein.

Feste, Essen, Sabbath, Neumonde…

In dem Zusammenhang will ich es mal deutlich sagen: Nein, du brauchst nicht die jüdischen Feste feiern! Nein, du brauchst nicht den Sabbath halten. Christus ist die Erfüllung! All das war ein Schatten, eine Prophetie, doch die Realität ist hier. Es schadet sicher nicht, es noch mal zu sagen: Die Realität – Jesus Christus – ist hier!

Nun, natürlich, wenn du willst, kannst du die Feste feiern oder den Sabbath halten. Du darfst! Nur tu es nicht, um von Gott mehr geliebt zu werden, vor Ihm gerecht dazustehen, oder Ihn sonst wie zu beeindrucken. Tu es im Glauben, oder einfach weil es dir gut tut und Freude bereitet. Tu es, weil du tiefer in die wahre Bedeutung einsteigen willst, auf die es hinweist, nämlich Christus. Da gibt es nichts gegen einzuwenden und da kann ein großer Segen drauf liegen.

Aber sage bitte niemandem, dass er die Feste feiern soll, oder den Sabbath halten muss, sonst ist es Sünde oder noch schlimmer, kommt man in die Hölle. Das ist das Gesetz in Reinform! Sie sind weder heilsnotwendig, noch Pflicht. Das alte Gesetz ist überholt und abgeschlossen, und zwar komplett!

So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus.Kolosser 2, 16- 17

Das Gesetz für uns, die nicht unter Gesetz sind

Ich nehme an, die meisten Leser sind keine Juden. Wir waren in dem Sinne nie unter dem jüdischen Gesetz. Wir haben es sehr wahrscheinlich auch nie eingehalten. Im biblischen Sinne waren wir Heiden. Also was haben wir denn überhaupt mit dem Gesetz zu tun?

Das Gesetz für uns ist eine Art Haltung, eine Einstellung, wenn man so will eine Wirksamkeit. Es ist der Versuch aus eigener Kraft Gott zu gefallen, zu beeindrucken oder näher zu kommen. Das Neue Testament nennt es auch „im Fleisch leben“. Im Neuen Bund, wir kommen noch drauf, läuft alles aus Gnade durch Glauben. Versuchen wir durch Werke etwas von Gott zu bekommen, verlassen wir uns auf unsere Gelehrtheit, Ausbildung, Geld, Freunde,… ja sogar auf das Gute und Richtige, was wir tun, dann ist das gesetzlich. Wir können von Gott nichts kaufen! Nicht mit Fasten, Bibel lesen, Geld geben, gute Werke tun, tolle christliche Dienste haben… Alles das sollte aus Seinem vollbrachten Werk am Kreuz, also aus Seinem Geschenk an uns, fließen, nicht, um es zu bekommen. Wir handeln, weil wir geliebt sind, nicht, um geliebt zu werden!

Regeln sind nicht automatisch „das Gesetz”. Ansonsten hätten wir ganz schön Probleme, da die Schrift uns mehrfach auffordert zum Beispiel die Gesetze des Landes zu achten. Gesetzlichkeit ist eine Haltung!

Was gesetzlich aussieht, muss nicht zwangsläufig gesetzlich sein. Paulus, der wahrscheinlich größte „Anti-Gesetzes-Prediger“, kam gerade von einer Missionsreise bei den „Heiden“ wieder und erlebte das starke Wirken des Geistes, Menschen kamen zu Jesus, Erfüllungen mit dem Heiligen Geist, Zeichen und Wunder – all das ohne Gesetz, sondern durch die Predigt der Gnade! Mitunter deshalb findet das Apostelkonzil in Jerusalem statt, wo unter anderem entschieden wurde, dass die „Heidenchristen“ eben nicht das Gesetz halten mussten, also sich nicht beschneiden lassen mussten. Und was macht Paulus dann? Beschneidet Timotheus, mit dem er dann weiter dient! Fragezeichen?

Später kehrt Paulus noch mal nach Jerusalem zurück und nimmt an den zeremoniellen Waschungen des Gesetzes teil!

Derselbe Paulus, der in Galater 5 Vers 11 „Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung predige, warum werde ich noch verfolgt? Dann ist ja das Ärgernis des Kreuzes beseitigt.“gepredigt hat. Und das ist nur eine Stelle gegen die Gesetzeslehrer, es gibt viele weitere. Der ehemalige „Pharisäer der Pharisäer“eiferte wie kaum ein anderer gegen den Einfluss der Gesetzeslehrer.

Doch letztendlich ist es ein super Beispiel, was es bedeutet nicht unter dem Gesetz zu sein, sondern im Grundsatz der (Agape-) Liebe zu wandeln. Da gibt es eben kein Gesetz mehr, außer der Liebe. Man kann sogar „wie einer unter Gesetz“werden, ohne unter dem Gesetz zu sein, um Menschen zu erreichen.

Man könnte sagen, lehne ich alles ab, was nach außen wie Gesetz aussieht, beweise ich, dass ich selber gesetzlich bin. Denn ich richte und beurteile nach dem äußerlich Sichtbaren. Doch Gott sieht das Herz an.

Also bleibt es: Es ist eine Herzensangelegenheit.

Der Neue Bund und sein Ziel

Im Neuen Bund gibt es zwei Grundlagen. Die erste ist die Erkenntnis dieser unfassbaren Gnade: Gott hat uns unendlich beschenkt! Er hat unsere Schuld vergeben und uns total neu gemacht! Alles kostenlos und nicht (!) abhängig von unserer Leistung. Es ist ein Gnadengeschenk. In dem Moment, wo ich das sehe, lege ich mein Vertrauen da hinein. Ich glaube! Und dieser Glaube befähigt mich jetzt, ein Diener dieses Neuen Bundes zu sein.

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.Epheser 2, 8- 9

Das ist alles. Es eine Beziehung. Beziehungen ohne Vertrauen funktionieren nicht. Gott ging den ersten Schritt (Gnade), wir lassen uns drauf ein (Glaube) und worauf wir uns eingelassen haben, wird erfahren und gelebt (Gnade = Befähigung).

Gott wollte nie etwas anderes. Schon Abraham vor dem Gesetz „glaubte Gott und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“ Nur so konnte er die Verheißung empfangen, denn Verheißungen werden geerbt, nicht durch gesetzliche Werke erarbeitet.

Im Neuen Bund hängt es nicht mehr von unserer Leistung ab, sondern von Seiner Leistung. Was Jesus am Kreuz tat, reicht! Alles, was wir tun, ist vertrauensvoll dazu „Ja!“ sagen und den Prozess genießen. Er hat Seine Gesetze (Seine Wege, Seine Art zu leben, Seinen Segen) in unsere Herzen geschrieben und Er selbst wirkt jetzt in uns, damit wir in Seinen Wegen gehen können. Es ist eine Befähigung von innen nach außen, nicht von außen aufgesetzt wie das Gesetz! Wir können tatsächlich nichts tun, um besser bei Gott dazustehen, als eine Sache: Ihm vertrauen. Und sogar das kommt durch die Erkenntnis Seiner herrlichen Liebe zu uns. Paulus drückte es am Besten aus:

Denn in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirksame Glaube.Galater 5, 6

Es gibt keinen anderen Weg mehr, als den: Glaube der Gnade durch die Liebe. Und ja klar, Glaube hat Werke und Liebe würde niemals töten, stehlen, beneiden etc. Also am Ende kommen wir bei dem raus, was das Gesetz nie geschafft hat: Ein heiliges, gottgefälliges Leben. Aber eben nicht aus uns heraus, sondern weil wir im Vertrauen in Seiner Liebe ruhen. Er bewirkt es in uns! Wow! Denk mal drüber nach. Was das Gesetz für gut befunden, aber niemals zur Erfüllung bringen konnte, schafft der Neue Bund der Gnade ohne eigene Anstrengung! Aber was müssen wir vermeiden? Eine Vermischung der beiden! Wenn Gnade wirksam werden soll, dann auch nach ihren Regeln.

Wir haben keine Wahl. Liebe ist der neue (letztendlich ursprüngliche) Weg. Alles andere ist eine Beleidigung des Kreuzes. Das Gesetz braucht keinen Glauben. Und damit wird es zum größten Feind eines freien Lebens in Christus. Man könnte sagen, es wird zur ultimativen Sünde und führt zur totalen Verblendung und ist dadurch letztendlich tatsächlich „antichristlich“. Die stolze Selbstgerechtigkeit und die Arroganz der eigenen Werke machte die religiösen Leiter blind für das, was sie am Meisten erwarteten: den Messias. Denk drüber nach!

Vertraue! In allen Fragen, in deinen Problemen, Herausforderungen, Wünschen nach Veränderung… vertraue Ihm und Seinem Werk. Es gibt nur noch diesen einen Weg. Und er ist herrlich, voller Freiheit, Vertrauen und Freude! Es ist Sein Weg!

Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe aus den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.Hebräer 13, 20- 21

– Conrad Gille