Straßenspaß „Rennen oder kämpfen?“

Straßenspaß „Rennen oder kämpfen?“

Im Oktober lernte ich S. kennen. Er saß mit einigen anderen in der Fußgängerzone und trank Bier.

Wir unterhielten uns eine ganze Zeit über unseren Glauben und Jesus. Als wir uns verabschiedeten kam es mir so vor, als würde er mich mögen.

Später traf ich ihn wieder. Mittlerweile hatte er wohl etwas mehr getrunken. Er kam auf mich zu, laut redend und wütend. Ich habe nicht alles verstanden, was er sagte, aber sein Ausdruck und seine Körperhaltung waren eindeutig… er war sehr aggressiv. Ich überlegte mir, ob ich mich im Falle eines Falles auf einen Kampf einlassen würde oder ob ich schneller laufen könnte als er… Ich betete innerlich und verspürte eine tiefe Liebe, die Liebe unseres Vaters und Gottes. Ich steckte meine Arme aus und stand mit ausgebreiteten, offenen Armen vor ihm. Er sah mich verwundert an. Ich sagte ihm, dass ich ihn jetzt umarme. Gesagt, getan. Er beruhigte sich schnell und wir kamen wieder ins Gespräch. Ich hatte den Eindruck, dass er Schmerzen im Bein hat und auch Metall im Bein hat, eventuell von einer Operation. Es stimmte. Es handelte sich wohl um eine Kriegsverletzung. Ich konnte für ihn beten und Gottes Liebe weitergeben. Ich habe ihn danach noch en paar Mal in der Stadt getroffen; jedes Mal waren es nun herzliche Begegnungen.

– Stephan