Meine Reise beim Thema Impfung

Meine Reise beim Thema Impfung

Meine Reise beim Thema Impfung

Für wen es interessiert. Meine persönliche Meinung zur Covid 19 Krise und der Impffrage. Es ist eine persönliche Geschichte und Erfahrung, keine Verteidigungsrede einer bestimmten Haltung. Es ist weder vollständig noch erhebt es Anspruch darauf und reißt manche Themen nur an. Auch erhebt dieser Text keinen wissenschaftlichen Anspruch. Es ist meine Reise bis hierhin als ein Christ und geistlicher Leiter. Möge es dem ein oder anderen helfen oder inspirieren, Frieden in seinem Weg mit Gott in dieser Zeit zu finden. 

Impfen? Erstmal nicht!

Ich fühle mich fit, gesund und widerstandsfähig. Ich esse ausgewogen und mache regelmäßig Sport. Ich hatte früher oft und heftige Erkältungen, aber die letzten Jahre meist nur kurz und in letzter Zeit gar nicht mehr (dieses Jahr nicht mal Schnupfen). Ich glaube an göttliche Heilung als auch göttliche Gesundheit. Und ich glaube an persönliche Verantwortung im Umgang mit unserem Körper, den die Bibel „Tempel“ nennt.

Vor diesem Hintergrund vertrat ich die Ansicht, mich erstmal nicht gegen Covid 19 impfen zu lassen. Doch nicht, weil ich prinzipiell gegen die Impfung wäre, sondern weil es ein neuartiger Impfstoff ist, und weil er so jung ist, es keine Langzeitstudien gibt. Ich wollte einfach abwarten. 

Tendenziell neigte ich mich auch mehr zu der Seite, die die Maßnahmen der Regierung kritisierten. Der fehlende Diskurs, die Panikmache in den Medien, die Frage der Grundrechte, das fast systematische Stigmatisieren derer, die eine kritische Meinung hatten (zum Umgang mit der Pandemie und der Impfung), Machtspiele in der Regierung, Geschäftemacherei, gebrochene Versprechen und ja, auch Lügen etc. stärkten mein Vertrauen nicht gerade. Dazu waren die Zahlen der Kranken (und auch Gestorbenen, wo jeder der mit Covid 19 gestorben ist, auch automatisch als jemand gezählt wurde, der direkt an Covid 19 gestorben ist) im Vergleich mit anderen Krankheiten und auch mit der Zahl der Gesamtbevölkerung immer noch gering. 

Dennoch war es für mich immer noch keine große, weltweit geplante Verschwörung und dunkler Machenschaften elitärer Machtmenschen. Und vielleicht führte der fehlende Diskurs mit anderen Meinungen auch dazu, dass viele Gegner der momentanen Politik sich gefühlt immer mehr radikalisierten, weil sie nicht gehört wurden. Aber dazu gleich mehr.

Die Schlagzeilen über die „Gefahr der Impfung“ wurden größer (mir wurden konstant YouTube Videos mit „der Wahrheit“ zugespielt) und Angst wurde jetzt auf beiden Seiten geschürt. Angst vor dem Virus hier, Angst vor der Impfung da. Für mich war das Grund genug, um wirklich noch mal Gottes Sicht zu suchen und so fastete ich 7 Tage. 

Impfen als gläubiger Mensch?

Manche fragen sich, warum man als ein gläubiger Mensch die Impfung überhaupt nimmt, wenn man doch Gott vertraut. Nun, ich persönlich halte die Medizin allgemein als ein Geschenk, nicht einen Gegner. Schwarze Schafe, Geldgier, Macht gibt es natürlich überall. Aber ich stelle nicht alle deshalb generell unter Generalverdacht, die Macht haben, viel Geld verdienen, oder eben Mediziner sind. Ich gehe zu Ärzten. Ja, ich bete vorher. Ja, ich glaube an Wunder. Ja, ich vertraue Gott mehr als den Fähigkeiten der Menschen. Aber ich kann (sowieso von Gott gegebene) Fähigkeiten der Menschen nutzen! Das machen wir alle überall. Wir holen uns Profis für die Sachen, die wir selbst nicht können. Das hat erstmal grundsätzlich nichts mit Gott vertrauen oder nicht zu tun, sondern ob ich es mit Gott oder losgelöst von Ihm mache.

Für mich kam es daher nie in Frage, die Impfung generell abzulehnen. Ich nehme ja sonst auch ärztliche Hilfe in Anspruch. Da will ich auch konsequent sein und nicht heuchlerisch verkünden, dass „Gott meine Impfung ist“, während ich wegen anderen Fragen zum Arzt gehe. Allerdings brauchte ich Klarheit, Frieden, die Leitung des Heiligen Geistes! Denn die Situation war für mich auf menschlicher Logikebene nicht zu lösen. Zu viele sich widersprechende Informationen und die Frage welcher Quelle man denn trauen kann! Denn Recht zu haben behaupten sie ja alle…

Erfahrungen mit der Zeit sehr uneindeutig

Mit der Zeit mehrten sich aber auch die Berichte von Menschen, die ich persönlich kenne, die teilweise harte Zeiten durch machten, weil sie an Covid 19 erkrankten. Meine eigenen Eltern leiden 1 Jahr später immer noch an „Long Covid“ und es ist nicht lustig. Freunde und Bekannte erleben sehr unterschiedliche Verläufe. Von sehr mild und schnell vorbei bis kurz vor dem Tod und sehr lange leidend war alles dabei. Zweite Hand Berichte von tatsächlich daran Gestorbenen hörte ich nun auch hin und wieder. Nach fast 2 Jahren es weiter nur als eine Grippe zu bezeichnen, empfinde ich als nicht mehr haltbar.

Es gab auf einer Seite immer mehr entschiedene Gegner der Impfung bei Männern und Frauen Gottes, die ich schätze und die fest im Glauben stehen. Aber auch immer mehr Meldungen von Männern und Frauen Gottes, die fest im Glauben stehen (viele die ich persönlich kenne und schätze), die sich impfen ließen. Ich fand charakterstarke, Jesus-ähnliche, das Reich Gottes bauende Menschen auf beiden Seiten. (Das Gegenteil natürlich auch auf beiden Seiten.)

Immer deutlicher wurde mir dabei (und das prangere ich schon länger an) die Spalterei, der Streit, die tiefen Gräben, die das Ganze zieht. Weil es eben nicht einfach schwarz-weiß, gut-böse, richtig-falsch zu erklären ist! Wer das tut, trägt eigentlich immer zur Spaltung bei und polarisiert stark. Doch so unstetig und schwer vorhersagbar der Virus zu wirken scheint, so durcheinander schienen mir die Meinungen darüber zu sein. Und ehrlich gesagt konnte mich keine Seite wirklich überzeugen. Ich brauchte eine Antwort von Gott selbst! Frieden für meine eigene Entscheidung.

Die Fronten verhärten sich: Wer hat recht?

Als Kind habe ich alle Impfungen mitgenommen, die es so gibt. Später als Christ bekam ich auch noch andere, um auf Missionsreisen in andere Länder gehen zu können. Ich empfand es nie als ein Problem, bis ich unter den Christen Impfgegner kennen gelernt habe. Das machte mich aber immer noch nicht zum Impfgegner, da es positive Berichte über durch Impfung ausgerottete Krankheiten gibt (und mich die Ausführungen der Impfgegner dazu nicht überzeugen konnten). Dennoch liegt meine letzte Grippeimpfung bestimmt 15 Jahre oder mehr zurück. Aber nicht, weil ich dagegen bin, sondern weil ich einfach keinen Sinn für mich darin fand. 

Mittlerweile verhärteten sich die Fronten auf beiden Seiten. Während einige Politiker in meiner eigenen Beliebtheitsskala immer mehr sanken, sank aber auch gleichzeitig das Vertrauen in die immer radikaler werdenden Impfgegner, die nun immer mehr dieselben Fehler zu machen schienen, wie die, gegen die sie vorgehen wollten. 

Wo vorher akribisch unterschieden wurde, ob jemand „an“ oder „mit“ Covid 19 gestorben ist. Wo alles hinterfragt wurde, man die Länder und Maßnahmen miteinander verglich, recherchiert wurde, Zahlen aus verschiedenen Perspektiven angeschaut und fehlende Informationen geteilt wurden etc, erlebte ich jetzt ein häufiges und teils haarsträubendes Teilen von Falschmeldungen – Hauptsache sie passten in das eigene Konzept und bestätigten die eigene Meinung. Ein kurzer Check im Internet ergab oft, dass die Informationen an mehr als einer Stelle arge Lücken aufwiesen und im besten Fall Vermutungen, im schlimmsten Fall richtige Lügen waren. Jedenfalls waren sie nie so eindeutig, wie in reißerischen Überschriften und emotionalen Auftritten versucht wurde einem deutlich zu machen.

Auf einmal war jeder Geimpfte, der nach der Impfung irgendwas hatte oder sogar gestorben ist, wegen der Impfung krank geworden oder gestorben. Kommt einem bekannt vor, nur von der anderen Seite… Es schien, als legte man das Maß, was man an den Umgang mit der Pandemie legte, im Umgang mit den eigenen Informationen nicht nutzte. Mittlerweile war die Impfung ja teil einer weltweite Verschwörung, welche viele Menschen ausrotten soll und nur eine böse Elite überlebt (Die Elite bleibt jetzt mit Impfverweigerern übrig. Ob die sich das so vorgestellt haben? Vergiss das Lachen nicht 😉

Faschismus Vergleich und Aufruf zur Rebellion

Oder die Sache mit dem Faschismus. Ich bin in einem Haus von Antifaschisten aufgewachsen. Meine Oma (schon lange nicht mehr am Leben), saß deshalb sogar im Gefängnis zu Nazizeiten. Mit 12 Jahren bin ich in die linksradikale Punkszene in Leipzig gekommen und rebellierte gegen alles, was irgendwie eine Autorität war. Und jeder, der nichts dachte wie ich, war sowieso ein Nazi. Gegen die Regierung war ich natürlich schon aus Prinzip. Immer gegen das System. Wir haben auf politischen Reden mit Eiern und Tomaten auf Politiker geworfen und sie ausgepfiffen, und uns mit Neonazis geprügelt (oder verprügelt wurden ;). 

Warum ich das sage? Weil ich die Vergleiche der heutigen Politik (wie auch immer man die finden möge, ich sage nicht, das ist alles richtig oder dass ich es auch so machen würde) mit dem 3. Reich einfach nur voll daneben finde. Und dabei belasse ich es mal.

Der zweite Punkt: Ich weiß, wie sich Rebellion anfühlt. Ich war ein Rebell. Ich bekomme von Christen Aufforderungen, gegen das System zu rebellieren, zivilen Ungehorsam zu leisten! Wow! Wenn wir doch mal so radikal in der Verkündigung des Evangeliums wären? Wo sind die Leute alle, wenn es ums Evangelisieren geht? Wenn die Ortsgemeinde eine Aktion macht, um Menschen zu erreichen für ewige Werte, die sogar gelten, sollte die Spritze tatsächlich mal den Tod bringen (denn mit Jesus kann man gar nicht mehr sterben!)? Das Wesentliche schien mir aus dem Blick zu verschwinden. 

Verfolgung?

Die ganze Situation wird „Christenverfolgung“ genannt von manchen. Ehrlich? Ich dachte Verfolgung ist wegen dem Namen Jesus und weil man Sein Himmelreich vertritt auf einem gefallenen Planeten? Als Pastor kann ich nur sagen: Unsere Ortsgemeinde war nie geschlossen. Nicht mal, als wir in der Anfangsphase (Anfangs herrscht immer die größte Unsicherheit) für eine Zeit den Sonntagsgottesdienst nur online machten. Deshalb war aber die Gemeinde ja nicht zu. Die kann man nicht schließen, bloß weil eine Veranstaltung (Sonntagsgottesdienst) ausfällt. Aber das ist ein anderes Thema. Wir machten “wieder auf” und bleiben auf. Mir fällt dabei auf: Wir haben mehr Freiheiten, als ein Rockkonzert! Während Veranstaltungen wie „Rock am Ring“ ausfallen mussten, Geisterfußballspiele statt fanden, Kunst und Theater zu bleiben musste, durften wir legal (!) Sonntags die Türen öffnen. Ja, mit Einschränkungen. Aber ob ich das „Verfolgung“ nennen kann? Oder einen „Angriff auf des Christentum“? Ich denke eher die meisten von uns haben in unserer westlichen Welt kaum jemals so klar mit Christus gestanden, um überhaupt echte Verfolgung wie in China oder muslimischen Ländern erfahren zu können. Ich habe Freunde, deren Teammitglied auf der Straße erschossen wurde in einem streng muslimischen Land, weil sie Christen sind. Wenn er aus dem Haus ging, hat er sich jedesmal von seiner Frau und Kindern verabschiedet mit dem Wissen, eventuell nicht zurück zu kommen… Übrigens wegen Jesus, nicht wegen Politik.

Ich sehe Jesus weder ein politisches System einführen, noch eins umstürzen. Das sehe ich bei den ersten Christen auch nicht. Ich sehe radikale Liebe, die durch Dienen und Geben ihr Leben niederlegt. Ich sehe eine Liebe, die jeden Hass und jede Furcht in den Boden stampft. Ich sehe Umbruch, Reformation, Veränderung durch innere Transformation und verbindliche Gemeinschaft vor Ort. Ich sehe einen Jesus, der sagt „Wer das Schwert nimmt, kommt dadurch um!“ und ich sehe so brennende Nachfolger Jesus, dass sie bereit sind ins Gefängnis zu gehen, Strafe zu leiden, Nachteile in Kauf zu nehmen… weil sie das Evangelium von Jesus Christus verkünden (keine politische oder gesellschaftliche Anti-Meinung). Die ersten Jünger dachten auch noch, dass der heilige Geist kommt, um sie von der Herrschaft der Römer zu befreien, so wie z.B. ein Gideon das im Alten Testament tatsächlich in der Kraft des Geistes getan hat  („Wann stellst du das Reich wieder her?“). Doch der Heilige Geist kam, um sie mit himmlischen Feuer auszurüsten, damit sie die Werke des Teufels vernichten durch klare Jesusrepresentation in Liebe und Kraft auf der Grundlage des vollbrachten Werkes von Jesus Christus am Kreuz! Das war am Ende stärker als jedes unterdrückende politische Regime! In China und Afghanistan befindet sich angeblich die am stärksten wachsende Kirche der Welt! Echte Verfolgung bringt die Christen zusammen, nicht auseinander. 

Impfzwang und Gefahr der Impfung

Nun, na klar muss man als Christ gegen Ungerechtigkeit aufstehen, Sünde auch beim Namen nennen, einen Stand einnehmen in einer Gesellschaft, deren Werte verroht, pervertiert und oft krank sind. Keine Frage! Ich persönlich bin auch ein Gegner des Impfzwangs (oder der Impfpflicht). Aber nicht wegen der Impfung an sind, sondern weil ich glaube, dass ein Mensch sowas freiwillig entscheiden sollte, sogar dann wenn es Nachteile bringt für alle! Wir sind nicht im Kindergarten und Deutschland ist auch keine Großfamilie, wo das Oberhaupt zum Wohle aller entscheidet und die Kids gehorchen. Wir sind keine Kinder. Wir sind mündige Bürger. Und in dem Fall wähle ich Freiheit vor Gruppenzwang. Vielleicht hilft eine Impfpflicht für alle wirklich. Ich tendiere sogar dazu, das zu glauben. Aber ich bange um mein Land, dessen Riss schon so tief ist und mit einer Impfpflicht befürchte ich das Pulverfass könnte explodieren. Gott bewahre! Dann lass uns lieber in der Entscheidung frei bleiben und die Konsequenzen tragen. Allerdings finde ich das auch wirklich nicht einfach zu entscheiden, wenn man Verantwortung hat, solche Entscheidungen treffen zu müssen. So viele Faktoren sind in Betracht zu ziehen! Beten wir für die Politiker! Vielleicht, mit mehr Aufklärung und Vertrauen kommt es dazu, dass man will, nicht muss. Das wäre jedem Zwang gegenüber zu bevorzugen. Oder aber es kommt ans Licht, dass die Impfung wirklich viel gefährlicher ist, als der Virus, den sie bekämpfen soll. In allem hilft Gebet!

Wenn es stimmen sollte, dass alle Geimpften innerhalb drei Jahren Tod sein werden, dann müssten wir Christen uns vorbereiten, in Autorität Heilung zu bringen und Tote aufzuerwecken. Aber weißt du was? Dieser Auftrag gilt auch ohne Covid 19. Fang bei der Kassiererin an der Kasse an, die einen Verband am Handgelenk trägt!  

Ich brauche Klarheit!

Zurück zu meiner Geschichte. Die vielen andere negativen Früchte einiger (nicht aller!) Impfgegner (Unfähigkeit sich kontrovers zu unterhalten und andere Meinungen stehen zu lassen; Abgrenzung und Spaltung; generelle Aussagen wie „alle Kirchen, die 3g oder 2g machen, sind blind“; Meinung über Covid 19 und Impfung wichtiger als Evangelium verkünden und Einheit in der Gemeinde; warnen vor der „Tod bringenden“ Impfung, aber dann nicht weinen für die, die geimpft wurden, sondern sie als verblendet hinstellen; die Macht des Gebets lächerlich machen; nicht zu vergessen der für mich absolut haarsträubende Vergleich zum 3. Reich; Aufruf zur Rebellion; Hass, Wut, Bitterkeit, Verzweiflung und Furcht als Motive des Handelns, die ganz klar Werke des Fleisches sind, Falschmeldungen nicht korrigieren, fehlende Ehre Regierung und anders Denkenden gegenüber und und und…) ließen mich jetzt auch wieder in die andere Richtung driften. Auf logischer Ebene glaube ich persönlich, dass die Impfung generell hilfreich ist. Aber auch, dass sie Nebenwirkungen haben kann. Es gibt ein Risiko. Aber das gibt es bei Covid 19 eindeutig auch! 

Langzeitfolgen der Impfung? Bin mittlerweile überzeugt, dass es keine negativen Nachwirkungen gibt, wenn in den ersten 2- 3 Monaten nichts aufgetreten ist. Es gibt vielleicht keine Langzeitstudien, aber es gab noch nie mehr Menschen, die in so kurzer Zeit dasselbe Zeug bekommen haben. Und da ist der Prozentsatz von (auch gefährlichen) Nebenwirkungen im Vergleich mit der Masse der Menschen, die es weltweit bekommen haben, doch eher gering. Langzeit wissen wir noch nicht. (Warum ich es z.B. meinen Kindern immer noch nicht geben würde, bis sie sich selbst entscheiden können.)

Aber ich muss natürlich sagen, dass das alles immer noch die Suche nach logischer Erklärung und damit auch logischem Frieden ist, der ja nicht der Friede Gottes ist (der allen Verstand übersteigt). Die schwarz-weiß, gut-böse Weltanschauung versagt für mich hier. Der kann ich nicht folgen. Zu viele Grauzonen. Schwarz-weiß bleibt für mich das: Gott ist gut, will uns gesund und in Einheit. Covid 19 – egal wie es nun zustande gekommen ist – ist grundsätzlich vom Feind. Genau wie Spaltung, Streitsucht und der Rest der Fleischeswerke, aber auch wie Ungerechtigkeit, Unterdrückung der Armen, Lug und Betrug. Let’s stay focused! 

(Und ich möchte hier auch noch sagen, dass ich auch wunderbare, liebevolle, zum Gespräch und Austausch bereite Impfgegner kenne, kluge und überlegte Menschen, die nicht mit Plattitüden und Vorwürfen und allgemeinen Absolutheitsansprüchen um sich werfen. Außerdem gibt zu Viele, die die kritisieren, stigmatisieren und ausgrenzen, die sich nicht impfen lassen wollen. Es sollte grundlegend Annahme und Achtung gelten! Generell möchte ich niemanden falsche Motive vorwerfen. Ich brauche die Sicht von jeder Seite und meine Sicht kann sich auch noch ändern. Nur Menschen, die sich nicht entwickeln, ändern nie ihre Meinung. Und nur Menschen, die nicht überzeugt sind von dem, was sie glauben, ändern ständig ihre Meinung. 😉

Verschwörungen, Zeichen des Tieres etc

Wie erwähnt, in dem Ganzen fastete ich 7 Tage, um mich ganz klar, fokussiert und ohne Ablenkung auf Gott auszurichten, da die Antwort auf diese Frage echt wichtig war. Ich meine, was wenn man wirklich nach 3 Jahren stirbt wegen der Impfung? Sogar einige weltbekannte Christen fingen an, die Impfung als sehr gefährlich einzustufen. Aber spätestens, als manche meinten, man sei kein Kind Gottes mehr, wenn man sich mit der mRNA Impfung impfen lässt, hat man mich da verloren. Lass es mich mal so sagen: Ganz schwache Theologie! Du bist ein Kind Gottes wegen deinem persönlichen Glauben an Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk am Kreuz. Nicht weil du dir eine Substanz in den Körper ballern lässt oder nicht. Genug dazu…

Weltweite Verschwörung? Meine Meinung, nenne mich naiv oder blind: Das schafft der Teufel nicht. Alle Nationen, selbst die, die sich sowieso hassen, im Geheimen zusammen arbeiten zu lassen? Da habe ich keinen Glauben für. Zu kleiner Gott, zu großer Teufel. Auch wenn es vielleicht im Bereich des Möglichen wäre: Es gibt immer noch genug Christen, die an die Macht des Gebets glauben und somit die Wirksamkeit des Feindes empfindlich beschneiden!

Impfung ist das Mal des Tieres? Die Theologie wird immer mieser… (meine Überzeugung). 

Irgendwelche Visionen, die jemand vor vielen Jahren hatte, wo „skorpionartige“ Dämonen aus dem Abgrund kamen und viele Menschen mit ihren Schwänzen stachen wird auf die Impfung bezogen? Ist doch dieselbe Interpretation wie das Wort „Zauberei“ in Offenbarung 18, 23. Es ist das Wort „pharmakeia“, von welchem das Wort „Medizin“ kommt. Daraus abzuleiten, dass Medizin grundsätzlich böse Zauberei ist, ist einfach nur noch miesere Theologie… 😉 Oder es dann zusammen mit Visionen zu nutzen, um momentane Weltgeschehnisse, eigene Überzeugungen und Meinungen damit zu untermauern, ist noch, naja… du weißt schon. Ich war letztens auf einer Intensivstation, für jemanden beten. Und man, ich war so dankbar für die Intensivmediziner, die krasse Technik, die Entwicklung, die Möglichkeiten, die Hingabe des Personals… einfach dankbar. Medizin ist definitiv nicht grundsätzlich was Böses!

Meine Antwort

Aber wir sind schon wieder bei der Logikebene… Jetzt passierte folgendes. Ziemlich neutral abwartend und beobachtend suchte ich also Gottes Weisheit in Gebet und Fasten und bekam plötzlich fast eine Freude, Frieden und Ruhe, mich impfen zu lassen. Termin gemacht und pieks. Arm hat bisschen geschmerzt, das wars. Nun bin ich seit ungefähr 2 Monaten geimpft.

Ich habe mich nicht impfen lassen, weil ich die Vorteile beim Einkaufen und Reisen wollte. Ich habe mich nicht impfen lassen, weil ich Angst vor Covid 19 habe. Ich habe mich auch nicht aus Solidarität den Anderen gegenüber impfen lassen. Ich ließ die Impfung nicht weg, weil ich Angst vor ihr hatte. Ich ließ mich impfen, weil ich mich vom Geist Gottes geleitet fühlte. Ein Freund von mir, ein waschechter, bestätigter Prophet, der viele Jahre treu Jesus dient und bestätigt wird durch das Wirken Gottes auf seinem Leben, sagte: „Ich habe in meinem Geist gecheckt und keine rote Lampe gehabt. Also habe ich mich impfen lassen.“ So simpel kann es auch sein. Tu, was du tust, im Glauben. Tu, was du nicht tust, im Glauben nicht.

Meine Frau ist übrigens nicht geimpft. Und man, wie wir uns lieben! 😉 Meine Katzen sind geimpft. Aber nicht gegen Covid. Da wir zwei Katzen haben und meine beiden Kids nicht geimpft sind, sind wir drei gegen drei. Eine liebevolle Familie. 😉

Ich wünsche mir die Fähigkeit im Leib Christi in solchen Fragen kontrovers bleiben zu dürfen, andere Meinungen zuzulassen, sich selbst hinterfragen zu können, einander zuzuhören und wirklich verstehen zu wollen und dabei zusammen nicht aus den Augen zu verlieren, was wirklich zählt. Und das ist am Ende doch nicht die Pandemie, doch nicht die Grundrechte, doch nicht die Regierung und ihre guten und schlechten Seiten… Es ist nicht Covid 19 oder sonstige Pandemie, Plandemie, Krankheit, Seuche, Naturkatastrophen, korrupte Machtmenschen etc. Das Wichtigste ist der Fokus auf Jesus Christus. Gemeinsam. Ein Blick. Mag Er uns dann unterschiedliche Aufgaben und Berufungen geben. Aber diese Spalten uns nicht. Sie ergänzen uns. Ob das jemals geht? Man wird ja noch träumen dürfen. Und immerhin sagte Jesus selbst: „Dem Glaubenden ist alles möglich.“

In Liebe, Euer Conrad

PS: Ich kann auch falsch liegen. Meine Meinung kann sich ändern und ich gebe hier keinen Rat, was du machen solltest. Außer selber Zeit mit Gott und der Bibel zu verbringen und deine Gedanken auf Ihn auszurichten.