Inspiration – Umgang mit der Vergangenheit (Patrick Paul Pilorz)

UMGANG MIT DER VERGANGENHEIT (Patrick Paul Pilorz)

Geschwister, ich bilde mir nicht ein, das Ziel schon erreicht zu haben. Eins aber tue ich: Ich lasse das, was hinter mir liegt, bewusst zurück, konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt.“ – Philipper 3,13

Der Umgang mit der Vergangenheit ist entscheidend für ein Leben in Fülle. Paulus teilt der Gemeinde in Philipper ein wichtiges Geheimnis für ein siegreiches Leben mit: Vergängliches loslassen! Paulus zeigt uns 5 wesentliche Punkte, die uns als Dünger für ein erfülltes Leben dienen:

1) Demut – „Ich bilde mir nicht ein„: Der erste Schritt Vergängliches hinter sich zu lassen, liegt darin, den gegenwärtigen Erkenntnisstand nicht als abgeschlossen zu behandeln. Vielmehr will mir Gott mehr offenbaren. Bleibe ich lernbereit, kann die Wahrheit in mir mehr Gestalt annehmen. Eines der größten Stolpersteine ist zu meinen, alles begriffen zu haben. Rechthaberei und Überheblichkeit deklariert Paulus als Sünde (Philipper 2,3). Es offenbart eine fehlende Bereitschaft sich auf die Wahrheit einzulassen. Demut schöpft das Potenzial aus, den Himmel in der Fülle auf Erden freizusetzen.

2) Einheit – „Eins aber tue ich„: Die Welt will uns viele Methoden für ein glückliches Leben präsentieren. Es dient niemanden alles auszuprobieren, um am Ende verwirrt und ausgebrant den wahren Weg nicht mehr zu kennen. „Eines zu tun“ drückt Gemeinschaft und Einheit mit dem Heiligen Geist aus. Er schenkt mir Selbstbeherrschung und Disziplin mich nicht in vielen Optionen zu verlieren. Der Heilige Geist lädt mich ein, das leichte Joch von Jesus anzunehmen und die schwere Last der Vergangenheit nicht immer wieder hochzuholen.

3) Entschlossenheit – „Ich lass das„: Wieviel denke ich über die Vergangenheit nach und wie sehr bin ich für die Gegenwart aufmerksam? Das Ergebnis kann erschreckend sein. Die Mehrheit setzt sich gedanklich vielmehr mit vergänglichen Geschehnissen auseinander. Auf diese Weise beschränke ich meine Kapazität mich auf das Neue einzulassen und Veränderungen zuzulassen. Kann ich wie Paulus entschlossen behaupten: Ich lass das! Paulus beschreibt es als eine bewusste Entscheidung sich von Vergänglichem abzugrenzen. Loslassen fängt damit an, sich bewusst nicht auf Gedankenreisen in die Vergangenheit einzulassen und abzudriften. Ansonsten wird die Vergangenheit mich bestimmen, prägen und als mögliche Entscheidungsgrundlage dienen.

4) Fokussierung – „Ich konzentriere mich„: Alles verlangt unsere Aufmerksamkeit, vor allem die Vergangenheit. Umso wichtiger ist es den Fokus zu bewahren. Sich zu konzentrieren ist eine Auseinandersetzung und eine bewusste Handlung sich nur einer Sache zu widmen. Die beste Konzentration ist die vom Wein des Heiligen Geistes!Sich in seinem Wort und seiner Gegenwart zu verlieren und darüber zu meditieren gibt meinem Leben eine Fülle, die ich mit meinem Verstand und meiner Anstrengung nicht ergreifen kann. Statt zerstreut überall hinzulaufen, laufe ich einzig in die Arme Gottes. Meine Handlungen werden dann aus der Intimität mit Gott geboren werden. Wenn ich mich auf Vergebung konzentriere, werde ich nicht verurteilen. Wenn ich mich auf Dankbarkeit konzentriere, werde ich nicht verbittert.

5) Erbe – „Was vor mir liegt„: Hier steht nicht, „liegen wird“. Dies impliziert, dass es erreichbar und sichtbar ist. Gott führt uns in vorbereitete Werke hinein und in seine Verheißungen für uns und nicht in vergängliche Ereignisse. Wie oft meinen wir nicht zu wissen, was zu tun ist? Wir machen es zu kompliziert und bewegen uns nicht, ehe wir ein Wort von Gott bekommen. Die Fülle liegt vor unserer Nase, denn das Reich Gottes ist nahe und nicht ferne! Ich kann Gott vertrauen, dass wenn ich mich in eine Richtung bewege, Gott zu mir sprechen wird und ich in meine Verheißungen eintreten werde.

Wie gehen wir also gesund mit der Vergangenheit um? Die Antwort lässt sich einfach geben: ich handle aus der Wahrheit Gottes, die ich in Gemeinschaft mit ihm offenbar bekomme.

SCHLUSSFOLGERUNG

Welche Wahrheit von Gott will ich meditieren, aus welcher ich handeln und die Fülle erfahren möchte?

PROKLAMATION

Bete es aus! Sprich es laut aus! Sing es! Rufe es! Verinnerliche es! Glaube es! Lebe es! Tanze es!

  • Ich bin lernbereit und wachse an Erkenntnis und Liebe!
  • Ich suche die Einheit mit dem Heiligen Geist!
  • Ich beschäftige mich nicht hauptsächlich mit Vergänglichem!
  • Ich fokussiere mich auf die Wahrheit Gottes!
  • Ich nehme die Verheißungen Gottes an!

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